Reise blog von Travellerspoint

Cairns --> Cape Tribulation

Camperfreuden?

semi-overcast 32 °C
View Alina & Thomas RTW auf T-A Travel's Reise-Karte.

Boah, ist das schwuel hier. 16. Breitengrad - wir sind wieder in den Tropen. Bali-Wetter eben. Zwei Schritte und der Schweiss laeuft in Stroemen. Wir teilen uns auf - ich gehe den reservierten Campervan holen, Alina packt und checkt aus in der Zeit. Endloser Papierkrieg bis ich den Schluessel mal bekomme - dauert fast 2 Stunden.

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Cairns selbst ist zwar ganz nett, hat aber keine nennenswerten Attraktionen. Da wir nun ueberwiegend Selbstversorger sind, gehen wir gleich mal gross einkaufen. Der On-Board Kuelschrank ist danach rappelvoll. Es kann los gehen Richtung Norden.
Der Camper sieht aus wie ein Ostereierkarton und faehrt sich auch so. Nix Automatik - 5-Gang-Handschaltung links ist angesagt. Wenigstens hat das Ding Aircon, das war's dann aber auch schon mit Komfort. Strassenlage und Federung sind grausam und in jeder Kurve klappert das Kochgeschirr hinten hin und her.

Die Strecke entschaedigt wieder mal. Zuerst geht es entlang an Zuckerrohrfeldern, dann durch den Dschungel entlang des Cook Highway - wieder mal eine World Heritage Site auf dieser Reise. Ueber den Daintree River geht es nur per Faehre und danach wird es richtig Klasse. Der Dschungel wird immer dichter, wir befinden uns nun im Cape Tribulation National Park.

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Australien ueberrascht wieder mit einer voellig andersartigen Landschaft, die uns fasziniert. Der Weg kommt uns vor als wuerden wir mitten durch ein Gewaechshaus fahren. Alles ist wieder saftig gruen und die Moskitos sind auch wieder da - die hatten wir nicht vermissst. Der Dschungel reicht bis an den Strand. Die Straende sind herrlich. Das Wasser klar und pieslwarm. Es schwimmt nur keiner.

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Vielleicht liegt es an den vielen Warnschildern hier. Krokos, Quallen, Haie - vielfaeltig sind die Moeglichkeiten hier mehr oder weniger schmerzhaft ums Leben zu kommen. Im Reisefuehrer mueste stehen: "Suizidtipp: Wenn sie hier dass schwimmen ueberleben haben sie es total versaut." Letzte Woche kam in den Nachrichten die Geschichte eines kleinen Jungen der hier seinem Hund hinterher ins Wasser ging und von einem Croc gefressen wurde. (Anm.: In den selben Nachrichten kam auch, dass am belebten Bondi-Beach in Sydney nur wenige Meter vom Ufer entfernt ein Boogie-Boarder seine Hand an einen Bull-Shark verloren hat. Ein franzosicher Surfer hatte sein Arm abgebunden und die Story 200 mal in den Nachrichten erzaehlt. Die Moral der Geschichte? Bullsharks moegen keine Franzosen! Bondi-Beach war bisher mein Lieblingsstrand in Sydney, mit so etwas haette ich dort nicht gerechnet.)

Cape Tribulation Beach: Sagenhaft feiner Sand - Ko Lipeh Niveau. Da gibts doch gleich ein kleines Taenzchen.

tanzCT.jpgtanzCT2.jpg

Alllerdings ist der Sand imVergleich zu Ko Lipeh nicht so weiss und ganz so puderzuckerfein. Das Wasser hat auch keine schoene Farbe, mag aber am fehlenden Sonnenlicht liegen, denn auf den Bildern von Cape Tribulation sieht es sdagenhaft aus. Daher bleibt Lipeh Nr. 1 in der Strandwertung.
Mangroven und Kasuare soll es hier auch geben, die Mangroven haben wir schnell gefunden, die Kausuare (Straussartige Voegel die bis zu 2 m gross werden) verstecken sich, wir sehen nur die Schilder.

casuarschild.jpgmangroven.jpg

Wir brauchen einen Standplatz mit Strom fuer unseren On-Board-Toaster - ein Campinplatz am Ende der asphaltierten Strecke (nur 4x4 Fahrzeuge koennen ab hier weiter nach Norden) wird unser Nachtquartier. Der Campingplatz hat eine grosse Weltkarte in die jeder Gast eine Nadel in sein Herkunftsland stechen kann. Muenchen ist schon belegt, also nehmen wir unsere Geburtsorte. Alina kann eine Stecknadel in Bacau vermerken, bei mir sieht es schlecht aus. Bruck an der Mur, ein winziges Kaff und irgendein Depp von dort war vor mir schon da. Nun geht's daran unseren Hippie in ein Bett zu verwandeln. Ein Puzzlespiel mit Schaumstoffteilen beginnt. Uber Trial-and-Error finden wir die richtigen Positionen der Matratzenteile. Dabei wird es finster und der Wagen voller Insekten-Tierchen.

sunsetjungle.jpg

Der Himmel ist fantastisch, aber die beste Sternennacht bisher gab es am, Pinguinstrand auf Phillip Island. So gut haben wir noch nie die Milchstrasse sehen koennen.

Eingestellt von T-A Travel 19.02.2009 5:28 PM Archiviert in Australien

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